People Analytics - Der Profifußball als Case Study für Diagnostik im Personalmanagement

People Analytics bezeichnet die Analyse von Daten aus dem Personalwesen in Verbindung mit anderen Unternehmensdaten. Aber: Warum wählt man in diesem Beitrag gerade den Profifußball als Fallstudie für Diagnostik im Personalmanagement ? Ist nicht der Profifußball eine ziemlich bizarre Nische unserer Gesellschaft in der exorbitante Gehälter bezahlt werden, Spieler mit gigantischen Ablösesummern „verkauft“ werden und ganz allgemein häufig an veralteten, überholten Verfahrensweisen und Methoden festgehalten wird?

Im Profifußball (der entgegen dem Olympischen Sport ziemlich exakt wie ein Wirtschaftsunternehmen funktioniert) etabliert sich seit einigen Jahren die Tendenz, durch ausgeklügelte Diagnostik (personeninterne und -externe) Prozesse transparent zu machen und dadurch die Steuerung komplexer Vorgänge durchsichtiger und damit einfacher und handhabbarer zu machen. In vielen Verein im professionellen Fußball wird mit Methoden gearbeitet, die in der üblichen Personalentwicklung und HR von Unternehmen, bislang noch recht neu erscheinen. Dementsprechend ist es das Ziel des Beitrags, verschiedene diagnostische und statistische Ansätze aus dem Profifußball vorzustellen, die einzig ein Ziel verfolgen: den Verein oder Club leistungsfähig zu machen.

Im Vortrag wird dargestellt, welche Möglichkeiten People Analytics bietet, präventiv psychische und physische Überbeanspruchungen im Unternehmen zu erkennen und proaktiv dagegen anzugehen. Anhand von Best Practice Beispielen wird veranschaulicht, wie es durch Diagnostik, Normwerterstellung und ein exaktes Belastungs- und Anforderungsmonitoring gelingen kann, die ideale Arbeitsumgebung an die Ressourcen und Möglichkeiten des Mitarbeiters anzupassen.

In diesem Vortrag erfahren Sie:

  • Was versteht man unter People Analytics?
  • Wie lassen sich Diagnostik, Normwerterstellung und Monitoring in der Beratung von Unternehmen nutzen?
  • Warum lohnt der Blick in den professionellen Fußball?

Referent: Prof. Dr. Jan Mayer

Moderator: Prof. Dr. Julia Krampitz